Zum Heimkino gehört ein Beamer

Spätestens zur Fußball-EM 2012 wünschte sich wohl so mancher ein perfektes Heimkino, das im kleinen Maßstab Public Viewing wenigstens gemeinsam mit den Nachbarn ermöglicht hätte. Dabei ist dieses gar nicht so schwer einzurichten. Ein Beamer, so viel ist klar, muss her. Mit der richtigen Leinwand, einer guten Surround-Anlage und der entsprechenden Verdunkelung werden Wohnstube, Hobbykeller oder Gartenlaube recht schnell zum Heimkino. Wer sich noch echte Kinositze besorgt, setzt damit den Punkt aufs i.

Was gehört noch zum Heimkino?

Die gute Nachricht vorweg: Es ist wirklich preiswert geworden, sich ein echtes Heimkino mit allem Drum und Dran einzurichten. Denn die Technik wurde in den letzten Jahren immer besser, während die Preise größtenteils purzelten. Es ist also möglich, zu vertretbaren Kosten das Wohnzimmer oder einen Hobbyraum so zu einem Heimkino umzufunktionieren, dass ein wirklich aufregendes Filmerlebnis garantiert werden kann. Wer dort vielleicht sogar auf echten Kinositzen Platz nimmt und sich mit Popcorn und Cola versorgt, wird den Unterschied zum Multiplex-Kino in wenigen Minuten vergessen.

An technischem Equipment ist ein qualitativ hochwertiger Beamer vonnöten (brauchbare Geräte gibt es schon unter 300 Euro), das Surround-System sollte eine gewisse Leistungsstärke mitbringen. Wer es sich leisten kann, stellt so viele Boxen im Raum auf, dass ein echter Quadrofonie-Effekt entsteht – räumliche Klänge wie in den besten Großkinos. Beamer sollten HD-ready sein, was inzwischen zum Standard gehört, natürlich gibt es auch 3D-Beamer. Sie kosten ab rund 500 Euro, wobei preislich nach oben viel Luft ist. Eine gute Leinwand ist Pflicht, sie benötigt einen sicheren Ständer oder wird im Idealfall an der Wand oder der Decke befestigt. Der Beamer kann zwar theoretisch auf einem Tisch stehen, doch auch hier gibt es ausgefeilte Befestigungen zum Beispiel für die Decke, die den Komfort und das Bild wesentlich verbessern können.

Zu Beamer, Surround und Leinwand gehört zwingend eine effektive Verdunkelung, Beamer sind nicht mit Fernsehgeräten gleichzusetzen. Erst im dunklen Raum kommen alle Bildeffekte zur Geltung, welche die Zuschauer begeistern, hierzu sind Rollos oder Jalousien erforderlich. Als Sitzgelegenheit reichen natürlich normale Sessel, Stühle oder die Couchgarnitur, doch Kinofeeling kommt mit Kinostühlen auf, die es ab rund 150 Euro gibt – höherwertige und bequeme Kinosessel kosten auch gern um 900 Euro. Die Auswahl und die Preisspanne sind hierbei aber sehr groß, auch sehr einfache Modelle um 35 Euro sind zu haben. Immerhin sitzen die Menschen in einem Heimkino auch still wie in einem Kino (90 bis 120 Minuten lang), also muss es recht bequem sein.

Abstimmung der Komponenten

Ein Heimkino einzurichten erfordert etwas Fingerspitzengefühl, Geschmack, Sinn für visuelle und akustische Dimensionen und natürlich technisches Verständnis. Die Abstimmung der Komponenten zueinander gehört dazu, denn ein toller Beamer ohne Verdunkelung, perfekten Sound und bequeme Sitze könnte als rausgeworfenes Geld empfunden werden. Wenn aber das Heimkino rundherum optimal eingerichtet ist, hebt das Nachbarschafts- und Familienabende auf eine ganz neue Ebene.

Zu überlegen ist noch die Mobilität des gesamten Equipments, ein immer bedeutenderer Punkt. Denn Beamer sind im Jahr 2012 recht klein und mobil geworden, die flexible LED-Technik macht´s möglich. Selbst in Handys und Kameras finden sich inzwischen Microbeamer, eine Nummer größer kann daheim quasi in jedem x-beliebigen Raum sehr schnell ein Kinobild an die Wand respektive auf die Leinwand geworfen werden. Es fragt sich also, ob nicht Leinwände generell zum Aufstellen angeschafft werden, hinsichtlich der Verdunkelung sind dann kreative Lösungen gefragt. Allerdings sind in puncto Bildqualität und Sounds die für das Heimkino konzipierten Projektoren immer noch überlegen.

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